Expatriate Protection Program – Teil 11: Verkehrsunfälle

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EPP-Expatriate-Protection-Program-Verkehrsunfälle / Foto: chalud

Im Rahmen unseres Expatriate Protection Programs widmen wir uns einem Thema, welches für den Tod von fast einer Viertelmillion Menschen jährlich in Afrika verantwortlich ist: Verkehrsunfälle.

Laut dem “Global Status Report on road safety 2013” der World Health Organization sterben jährlich rund 1,2 Millionen Menschen an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Zwischen 20 und 50 Millionen Menschen werden in einem Verkehrsunfall verletzt. Dabei hat der afrikanische Kontinent die höchste Sterblichkeitsrate bei Verkehrsunfällen. So liegt sie im Durchschnitt bei 24,1 von 100.000 Menschen im Gegensatz zu Europa mit 10,3 von 100.000 Menschen.

Laut einer Studie der African Development Bank sind Verkehrsunfälle für 25 Prozent aller auf Verletzungen basierenden Todesfälle in Afrika verantwortlich. Auch werden laut der erstgenannten Studie in den meisten afrikanischen Ländern nur bis zu 10 Prozent der durch einen Verkehrsunfall schwer verletzen Personen von Ambulanzen versorgt und transportiert. Die Studie stellte ebenfalls fest, dass nur wenige afrikanische Staaten über eine landesweit einheitliche Notrufnummer verfügen. Auch gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen afrikanischen Ländern was Fortbildungsangebote für Ärzte und Krankenschwestern in der Notfallmedizin betrifft.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen: Der Straßenverkehr in Afrika ist eine wahre Herausforderung! Häufig findet man sich auf schlecht ausgebauten, überfüllten Straßen wieder und beobachtet viele, nach europäischem Standard nicht fahrtüchtige Fahrzeuge, die oftmals mit Waren und Personen überladen sind. Hinzu kommen schlecht ausgebildete Fahrer, schlechte Beleuchtung, Nichtbeachtung von Verkehrsregeln usw. Ein schlimmer Unfall, der durch eine Onboard-Kamera gefilmt wurde, ereignete sich 2013 in Südafrika.

In nächsten Artikel widmen wir uns Verhaltensregeln und Überlegungen, die Sie mit in Ihre SOP „Autounfall“ einbeziehen sollten.

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